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Ein etwas anderes Interview mit Enerem

Heute stellen wir euch einen außergewöhnlichen Gast vor. Wir hatten ein Date mit einer Katze … einem Kater … einer Divinkatze. Ich hoffe inständig, dass er das hier nicht liest, sonst wird er mir die Augen auskratzen, wenn ich schon wieder damit anfange. Er heißt Enerem. Bevor er mit Ela Feyh zu uns gestoßen ist, war er bei Rebecca. Sie hat uns glücklicherweise vorgewarnt, ebenso wie Ela. Einfach ist dieser Kater nämlich nicht. Aber es wäre ja gelacht, wenn wir das Kind nicht schaukeln würden … oder die Katze … den Kater.

A: Enerem, schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast. Wie geht es dir?

E: Nachts besser als am Tage, zumindest in der Gegend, wo wir uns gerade befinden. Die Stadt Namens Köln ist auch zur dunklen Tageszeit eine Katastrophe!

A: Hast du dich unters Volk gemischt und Karneval gefeiert?

E: Dieses unorganisiert wirkende Spektakel hat sogar einen Namen?

Während er abfällig mit den Ohren wackelt, komme ich nicht drum herum, es mir tatsächlich bildlich auszumalen, wie er sich unters Volk mischt.

E: Es war ein reines Versehen. Mit grölenden, wie gerupfte Hühner oder noch schlimmer aussehenden Menschen will ich nichts zu tun haben.

Eijeijei, der Kater hat ja mal wieder supergute Laune, murmelt Ela im Hintergrund und schüttelt den Kopf.

A: Banause … Aber sag, würdest du unseren Lesern den Unterschied zwischen dir und einer normalen Katze erklären!?

E: Mit Vergnügen!

Dafür setzt er sich sogar aufrecht hin.

E: Meine Gattung existiert nur in Crailsmur. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Katze ist es uns möglich mit den meisten Bewohnern Crailsmurs zu kommunizieren, auch auf der mentalen Ebene. (In Gedanken, wie Lina es immer ausdrückt …)
Des Weiteren sind wir ein wenig größer und unsere Fellfarben und Muster unterliegen keinem genetischen Code. Das heißt, es sind alle erdenklichen Kombinationen und Nuancen vorzufinden.

A: Und du hast einen zweiten Schwanz!

Ich kann es mir einfach nicht verkneifen und kämpfe gegen ein Grinsen an.

E: Dies ist nicht der Rede wert!

Prompt wedelt er unruhig mit beiden Schweifen.

A: Ich finde es schon beeindruckend. Laufen die beiden synchron? Meine Katze hat nur einen.

Sie sind unabhängig von einander, wirft Ela ein, bekommt einen Blick von Enerem zugeworfen, woraufhin sie sich ihre Tasse greift und den Tee trinkt.

E: Meines Erachtens sollte dieses Interview dazu dienen, Elas Buch in den Vordergrund zu stellen, und nicht über meine Anatomie zu palavern!

A: Aber du gehörst doch zu dem Buch, oder habe ich das etwa falsch verstanden?

E: Ich bin ein Lebewesen aus Crailsmur. Das Buch behandelt die Geschichte von Lina, in der ich zeitweise mitwirke …

A: Aber du begleitest Lina, daher gehörst du ja dennoch dazu. Oh Gott, ich diskutiere mit einer Katze.

Wahrscheinlich lande ich am Ende in der Klinik, wenn das einer sieht.

Ich sagte doch es wird anstrengend, erinnert mich Ela an ihre Worte.

E: Ja ich begleite sie und jetzt Themenwechsel!

A: Du willst das Thema wechseln? Okay, hast du einen Friseur, der dir das Fell stutzt?

E: Diese Frage habe ich überhört!
Nur Menschen verschwenden ihre Zeit mit solch einer Person!

A: Das stimmt ja so nicht, Enerem. Unsere Tiere in der Menschenwelt haben auch einen Friseur.

E: Bei Kaja habe ich keinen gesehen …
Nächste Frage!

A: Wovon ernährst du dich am liebsten?

Er verengt die Augen und seufzt.

E: Auf der Erde von Milch.
In Crailsmur Salanis.

A: Was genau ist Salanis?

E: Kleine Wesen, die in der Nähe von Wasser leben. Von der Größe und dem Aussehen her wirken sie auf euch Menschen wie Walnüsse, denen vier kleine Beine entwachsen sind.

A: Spielst du auch manchmal?

E: Bin ich eine Katze?!

Ich sehe ihn musternd an. Egal, was ich jetzt sage, es wird nicht gut für mich ausgehen.

A: Naja … Also …

Enerem faucht und wirkt dabei wirklich sehr wie eine Katze. Mit einem Satz springt er von dem Sessel und stolziert davon. Bei Ela bedanken wir uns dennoch für das Gespräch.

 

1 Kommentar

  1. Tolles Interview, vielen lieben Dank dafür ❤️

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