Es gibt verschiedene Arten von American Football. Die Anzahl Spieler, deren Position und die Regeln sind aber mehr oder weniger bei allen die selben, wie zum Beispiel im College Football, der NFL oder in der europäischen NFL. Arten wie Arena Football oder dem Canadian Football, werden etwas anders gespielt. Aber im grossen und ganzen sind die Regeln die selben.

Ziel jeder American Football Mannschaft ist es den Ball in die gegnerische End Zone zu bringen und einen Touchdown bzw. ein Field Goal zu erziehlen. Football wird mehrheitlich mit den Händen gespielt und nicht etwa wie der Name vermuten lässt mit den Füssen. American Football oder in England das Rugy ist eine stark körperbetonte Sportart.

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Yards? Downs? Touchdowns? Bahnhof!

Das Spielfeld

Keine Angst, Football ist vielleicht schwer zu meistern, aber wirklich einfach zu verstehen! Das Spielfeld ist 100 Yards lang und in 10 Abschnitte zu jeweils 10 Yards aufgeteilt. Kurzer Check mit dem Taschenrechner: 10 x 10 = 100, passt! Am Ende jeder Seite gibt es eine 10 Yards lange Endzone. Ziel des Spiels ist es, den Football in die Endzone des Gegners zu bringen und das gegnerische Team daran zu hindern, das Gleiche in der eigenen Endzone zu vollbringen. Klingt simpel, oder?!

Tipps für Klugscheißer: Das Spielfeld einfach „Gridiron“ nennen, da das Feld durch die Unterteilung von oben wie ein Eisengitter aussieht.

Die Downs

Weil es ein heilloses Chaos und mehr als nur ein paar gebrochene Knochen geben würde, wenn 22 Muskelberge wild auf den Ball zustürmen, findet ein Footballspiel in Spielzügen statt. Ein Team startet in jeder Halbzeit den ersten Angriff. Das verteidigende Team bestimmt die Position der Offensive durch den „Kick-off“ und versucht, den Football soweit wie möglich in die gegnerische Spielfeldhälfte zu schießen.

Danach hat das Angriffsteam jeweils 4 Spielzüge, um sich 10 Yards auf die Endzone des Gegners zuzubewegen. Hat das geklappt, gibt es wieder 4 Versuche für die nächsten Yards und so weiter. Ob der Football durch Laufen oder Werfen nach vorne gebracht wird, ist egal. Hauptsache das Ding bewegt sich auf das bunte Feld am Spielfeldende zu und wird nicht zurückgeworfen. Aber bitte nicht so wie beim berüchtigten „Butt Fumble“ von Mark Sanchez.

Gelingt es der Offense nicht, in 4 Zügen 10 Yards zu überbrücken, bekommt der Gegner den Ball. Ein Angriffszug gilt zum Beispiel als beendet, wenn der Spieler mit dem Ball ins Aus läuft oder von der Defensive zu Fall gebracht wird.

Tipp: Wundere Dich nicht, wenn die Spieler den Ball im vierten Versuch auch mal wegschießen (ein „Punt“). Dann haben sie die Hoffnung auf einen neuen ersten Versuch aufgegeben und versuchen, den Gegner lieber so weit wie möglich in der eigenen Zone starten zu lassen.

Touchdooown!

Gelangt der Football in sicheren Händen in die Endzone, heißt es Touchdown! Zeit, um auszurasten und die eigene Awesomeness gebührend zu feiern.

Ein Touchdown zählt 6 Punkte. Danach hat das erfolgreiche Team die Möglichkeit für einen Extrapunkt. Entweder kickt es den Football durch die Torpfosten in der Endzone (ein „Field Goal“, ach dafür sind die da!) oder versucht noch einmal einen Touchdown. Der zählt dann 2 Punkte extra, ist aber auch deutlich schwerer, als ein Ei durch die großen Stangen zu ballern. Die Schiedsrichter prüfen übrigens nach jedem Touchdown noch einmal per Videoaufzeichnung, ob auch alles mit rechten Dingen zugegangen ist – und zwar ordentlich, nicht so wie in der Bundesliga.

Spielzeit, Spieler & Schiedsrichter

Die Viertel: Mehr Zeit für Pipipausen

Wer kennt das nicht von anderen Sportarten? Minutenlang durchhalten, bis die nächste Toilettenpause ansteht – könnte ja in der Zeit was Spannendes passieren. Ein Footballspiel besteht hingegen aus 4 Vierteln à 15 Minuten. Es gibt zahlreiche Auszeiten, Verletzungsunterbrechungen und Werbepausen, um für den eigenen Essensnachschub zu sorgen oder Platz für das nächste Kaltgetränk zu machen.

Diese Spielerpositionen solltest Du kennen

Quarterback: Der süße Junge, mit dem alle Mädels gehen wollen – soweit das Filmklischee. Der Quarterback leitet die Spielzüge an seine Offensivspieler weiter. Er sagt Laufrouten an und gibt vor, ob bei einem Versuch ein Pass oder ein Run erfolgt. Das ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Eine Qualität eines guten Quarterbacks ist es, die Verteidigung zu lesen und spontan auf den Gegner zu reagieren.

Running Back: Bekommt den Ball vom Quarterback übergeben und versucht, durch die gegnerische Defensive zu tanzen. Naja, vielleicht wollen die Mädels an der High School doch lieber mit ihm gehen.

Wide Receiver: Flitzen wie der Blitz nach vorne und versuchen, einen Pass des Quarterbacks zu fangen. Neben flinken Beinen benötigen sie vor allem ruhige Hände. Ach ja, den Ball festzuhalten, wenn man von einem 120 Kilogramm schweren Linebacker umgewalzt wird, ist auch eine gern gesehene Eigenschaft.

Armee der Streifenhörnchen: Die Schiedsrichter

Da es im Football recht viele Regeln gibt, braucht es weise Männer (und seit 2015 endlich auch Frauen), um sie durchzusetzen. Daher laufen auf einem Footballfeld bis zu 7 Schiedsrichter herum, die auf Regelverstöße achten. Haben sie einen Übeltäter identifiziert, schmeißen sie eine gelbe Flagge auf das Feld, um sich bemerkbar zu machen.

Tipps für Klugscheißer: Wenn die Schiedsrichter den Videobeweis nutzen, verstecken sie sich in einem schwarzen Kasten samt Vorhang – liebevoll „Das Puppentheater“ genannt.