Freitag begann für jeden von uns die Reise nach München, nur der Start war getrennt voneinander … einer fuhr in Hof los, der andere in Leipzig. Während Carmi noch eine Stunde länger im warmen Zug saß, steuerte ich schon wie ein aufgedrehtes Frettchen über den Münchener Hauptbahnhof. Natürlich nicht ohne einen Kaffee von Starbucks in der Hand – irgendwie musste ich mich ja aufwärmen. Obwohl ja genug heiße Ware an mir vorbeikam. ?

Als dann auch endlich der andere Teil von mir ankam, hieß es den Weg zum Hotel zu finden. Zum Glück war es nicht weit und die U-Bahn hat uns das Laufen erspart.
Den ersten Abend verbrachten wir damit, das hoteleigene Restaurant auszutesten, denn zu mehr waren wir beide nicht mehr im Stande.

Samstagmorgen, der Wecker namens Carmi grummelte neben mir. Es war Zeit zum aufstehen. Wir hatten schließlich ein Date … oder auch mehrere. Unser Frühstück war ein Kaffee unterwegs und eine Butterbrezel. Mit U-Bahn und Bus sind wir dann durch die Stadt bis wir vor dem Verlagshaus RandomHouse ankamen. Dort standen wir dann erstmal einen Moment und haben den Anblick in uns aufgesaugt. Man kommt schließlich nicht immer in den Genuss hinter die Kulissen zu sehen.

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Drin sind wir als erstes unserer Bloggerkollegin Moni begegnet mit der wir ein kleines Schwätzchen gehalten haben. Und dann ging es los. Mit dem Plan in der Hand, wann wo was ist und in welchem Raum steuerten wir durch die heiligen Hallen. Bei TwentySix mussten wir stehen bleiben, weil uns von dem Tisch Nicolas Buch entgegengelächelt hat. Nach einem kurzen Gespräch führte unser Weg weiter. Vorbei an Bildern der Autoren, die Galerie im ersten Stock entlang, hinein in den verlagseigenen Shop.

Wir nahmen an Lesungen teil, diskutierten bei Workshops mit und lauschten interessiert beim VerlagsTalk. Gegen 14 Uhr wurde es mit Carmi wild. Ihr FangirlGen kam langsam zum Vorschein als wir Susan Elisabeth Philips vor uns hatten. Gleich nach der Vorlesung kam das Meet&Greet und somit das Anstehen wegen eines Autogramms. Ich bin dem gekonnt entflohen und habe mich in die nächste Talkrunde geschlichen. Am späten Nachmittag sind wir zurück ins Hotel, denn unsere Reise war noch nicht vorbei.

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Am Abend machten wir uns auf den Weg zum Hard Rock Cafe. Vorbei am Viktualienmarkt mit all seinen Gerüchen. Der feine Nieselregen hielt uns auch nicht davon ab, wir wollten unser Ziel erreichen. Und als wir dann vor dem unscheinbaren Gebäude standen, dachten wir im ersten Moment: Was wird uns wohl erwarten? Zwei Schritte rein und die Atmosphäre erschlug uns förmlich. Wie zwei kleine Kinder im Paradies standen wir wie angewurzelt da, mit riesigen Augen. Zuerst erkundeten wir den Shop, schmachteten die Gitarren in ihren Glaskästen an. Dann wurden wir zu unserem Tisch geführt. Während wir auf unser Essen warteten, saugten wir alles in uns auf, was wir sahen.

Am Sonntag hieß es dann leider zurück in die Wirklichkeit und weg von München. Doch eins haben wir beschlossen, es war nicht das lestzte Mal, dass wir dort waren.